Archiv der Kategorie: Kapitalismus-oe

Klimagipfel in Glasgow – ein kritischer Rückblick

Die Konferenz in Glagow hat der kapitalgetrieben Zerstörung unseres Planeten keineswegs Einhalt geboten, sondern ganz im Gegenteil: ihr weitere Wege geebnet. Der belgische Agrawissenschaftler Daniel Tanuro hat für die trotzkistische Internationale einen Text geschrieben, der sowohl wissenschaftlich fundiert ist als auch als flammender politischer Appell verstanden werden kann.

https://www.inprekorr.de/602-cop26.htm

Postkolonialismus – eine schwierige Problematik

Beginnend mit Franz Fanon („Die Verdammten dieser Erde“) und vorangetrieben von Philosophen und Philosophinnen aus den ehemaligen Kolonien entwickelten sich im ausgehenden 20. Jahrhundert Varianten einer postkoloniale Theorie, die sich zugleich – zumindest teilweise – auch gegen die kulturelle und geistige Hegemonie der europäischen Aufklärung richtet. Dies ist eine große herausforderung für das Denken im globalen Maßstab. Hierbei können sich jedoch auch Momente eines unreflektierten neuen Rassissmus und Antisemitismus einschleichen.

Artikel von Andreas Eckert aus geschichtswissenschaftlcier Perspektive

Artikel von Jens Kastner zum Antisemitismus in postkolonialen Theorien

Zur Soziologie der Corona-Pandemie und des Protests gegen die Corona-Politik (Studien von Oliver Nachtwey)

Oliver Nachtwey, Univ. Basel, gab der SZ ein bemerkenswertes Interview, in dem er den Klassencharakter der Corona-Pandemie hervorhob. Seine Beobachtung: „Die Risiken sind dramatisch ungleich verteilt.“ Die Arbeitsgruppe um Nachtwey erforscht auch die politischen Orientierungen der Protestbewegungen, die sich gegen die regierungsoffizielle Corona-Politik formiert haben. Die Beobachtung hierzu: Viele der „Protestler“ kommen aus dem grün-alternativen Milieu, wenden sich aber nunmehr rechtem Gedankengut zu.

Interview v. 10.03.2021:

Basler Studie:

file:///D:/Temp/Politische%20Soziologie_Coronaproteste_Uni_Basel_22_12_20.pdf

Die ökosozialistische Alternative

Noch einmal zu den Zoonosen, der industriellen Landwirtschaft und unserem gestörten Mensch-Tier-Verhältnis: Die SOZ (= Sizialistische Zeitung (Ausgabe April 2021) bringt einen wichtigen Artikel hierzu von Marius Gilbert, Eoidemiologe an der Freien Universität Brüssel.

Die globale Marktwirtschaft wird es nicht richten. Sie erweist sich unfähig, den Klimawandel aufzuhalten, unfähig, die Umweltzerstörung und das Artensterben aufzuhalten, unfähig, das Mensch-Tier-Verhältnis auf eine ethische Grundlage zu stellen, unfähig, Vorsorge und Fürsorge bei Pandemien sicherzustellen, unfähig, eine für die Lebensbedingungen und die Gesundheit aller Menschen auf diesem Planeten gute Perspektive zu entwickeln. Die Alternative kann gleichwohl nicht im Staatskapiatlismus chinesischer Prägung und schon gar nicht in einer Rückkehr zu einem Gesellschaftsmodell stalinistischer Prägung liegen. Die Alternative ist ein basisdemokratisch aufgebautes ökosozialsitisches Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das die globale Perspektive im Blick hat. Zu empfehlen ist die Lektüre der „Internationale“, einer Zeitschrift der auf die Initiative Leo Trotzkis zurückgehenden Vierten Internationale. In der Frühjahrsausgabe 2021 schreibt der brasilianisch-französische Philosoph Michael Löwy (der die Walter-Bejanmin-Gastprofessur in Kassel innehatte und dessen Studien zu deutschen Denkern der Utopie wärmstens zu empfehlen sind) einen Überblicksartikel zur ökosozialistischen Perspektive. Ebenso empfehlenswert die Artikel des Salzburger Sozialgeographen Christian Zeller.

Michael Löwy über Ökosozialismus

Christian Zellers Kritik des Green New Deal

Weitere Artikel zur Konversion der Industrie

Link zur Plattform Ökosozialismus:

<a href=“http://oekosozialismus.net/oekosozialistische-erklaerung/“>http://oekosozialismus.net/oekosozialistische-erklaerung/</a>