Archiv der Kategorie: Arbeit-oe

„Pflegenotstand“ und kranke Pflegerinnen am Beispiel der ambulanten Pflege

Die Pflege hat es mit kranken Menschen zu tun, doch die Pflegenden selbst sind ebenfalls von Krankheit betroffen. Dazu tragen auch die hohen Arbeitsbelastungen bei. Der Artikel beschreibt anhand einer Betriebsfallstudie die Situation und geht den Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung von chronisch erkrankten Beschäftigten nach. Entscheidende Barrieren werden durch Ökonomisierungsdiktate aufgebaut. Pflege könnte auch anders und besser laufen, wenn nicht der Profit, sondern das Wohl der Menschen – der Pflegenden und der zu Pflegenden – an erster Stelle stünde. Der Artikel wurde in einer Fachzeitschrift für Arbeitsschutz veröffentlicht.

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Bericht über drei an Berufskrebs erkrankte Gießereiarbeiter

Dieser aufrührende Bericht von Prof. Dr. Frentzel-Beyme offenbart dreierlei:
– dass es in Arbeitwelt und Umwelt nach wie vor massive Gesundheitsrisiken gibt, hier am
Beispiel des Seveso-Dioxin und verwander Stoffe, und
– hierdurch erworbene Gesundheitsschäden und auch der frühe Tod Hochbelasteter nicht
nur von unserer Gesellschaft in Kauf genommen wird, sondern auch noch
– durch Berufsgenossenschaften und die ihr hörigen Arbeitsmediziner legitimiert wird.
Insbesondere die Haltung medizinischer Gutachter, die sich ihre Unkenntnis und ihr Uninteressiertsein am Schicksal todkranker Menschen auch noch gut bezahlen lassen, ist mehr als beschämend.

FB-2018

Paradoxien der betrieblichen Gesundheitspolitik

Der folgende Text befasst sich mit der grundsätzlichen Frage, ob „Gesundheit“ – auch und gerade in der Sphäre der Arbeitswelt – nicht zu einem Fetisch wird. Wandelt sich die Gesundheitsförderung zu einer Pflicht für Gesundheit, d.h. einer Pflicht für absolute Leistungsfähigkeit auch unter objektiv gesundheitsschädlichen Bedingungen?

http://www.wolfgang-hien.de/downloads/Paradoxien-2015.pdf