Alle Beiträge von Hien

„Pflegenotstand“ und kranke Pflegerinnen am Beispiel der ambulanten Pflege

Die Pflege hat es mit kranken Menschen zu tun, doch die Pflegenden selbst sind ebenfalls von Krankheit betroffen. Dazu tragen auch die hohen Arbeitsbelastungen bei. Der Artikel beschreibt anhand einer Betriebsfallstudie die Situation und geht den Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung von chronisch erkrankten Beschäftigten nach. Entscheidende Barrieren werden durch Ökonomisierungsdiktate aufgebaut. Pflege könnte auch anders und besser laufen, wenn nicht der Profit, sondern das Wohl der Menschen – der Pflegenden und der zu Pflegenden – an erster Stelle stünde. Der Artikel wurde in einer Fachzeitschrift für Arbeitsschutz veröffentlicht.

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Mobilfunk und Ethik

Prof. Werner Thiede, ein protestantischer Theologe, hat in der letzten Ausgabe der Zeitschrit Umwelt-Medizin-Gesellschaft (UMG) einen ganz bemerkenswerten Beitrag zu den Gefahren des gepnaten 5G-Netzes veröffentlicht – ein Beitrag, dem unbedingt weite Verbreitung zu wünschen ist. Wir alle sind der Zeitschrift UMG zu großem Dank verpflichtet!

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Geschichte der Linken nach 1945

Ein hoch interessanter Beitrag, vor allem was die Geschichte der SPD anbelangt. Sebastian Haffner hat hisichtlich der Novemberrevolution plausibel herausgearbeitet, dass die SPD schon mit ihrer Kriegs-Zustimmung, dann aber insbesondere mit ihrer Burgfriedenspolitik und ihrer Verbandelung mit dem Großkapital, einen Verrat an ihrer eigenen Basis begangen hat. Edgar Weick zeigt in seinem Beitrag zur Geschichte nach 1945, dass mit dem Godesberger Programm die SPD erneut einen Verrat sui generis begangen hat, nämlich einen an ihrer eigenen Tradition und den originären sozialdemokratischen Ideen.

Edgar Weick – Das Neue an der Neuen Linken

Zur politischen Gefühlslage in Deutschland und Frankreich

Ein ZEIT-Bericht vom letzten Jahr zur Situation in Bitterfeld. Die globalen Wirtschaftseliten kommen, gehen und hinterlassen ökonomisch, sozial und kulturell ödes Land. Die Wut der Bitterfelder ist absolut nachvollziehbar.

AfD in Bitterfeld

In Frankreich erhebt sich die Bevölkerung gegen die Arroganz der wirtschaftsliberalen Elite, die jede verbindung zur Situation der „einfachen Leute“ verloren hat. Eine bewegende Gefühlsäußerung des jungen Literaten Edouard Louis, ein Freund von Didier Eribon.

Gelbwesten

Die Wiener Rede Svenja Flaßpöhlers ist ein überzeugendes Plädoyer für ein Verstehen – auch ein Verstehen der Menschen, deren politischen Gefühlsausbrüche aus nicht gefallen mögen. Flaßpöhler zitiert Hannah Arendt, die sagt, man müsse versuchen, den Totalitarismus zu verstehen, nicht als Entschuldigung, sondern als Bedingung, um in der Welt zu handeln. Und vielleicht auch eine Erinnerung an Ernst Bloch, der 1932 schrieb, die Faschisten „ziehen doch manchen Fisch ans Land, der nicht ins faschistische Brackwasser gehört, auch manche Piratenkiste, die erst die Vernunft öffnet und erbt“ (Erbschaft dieser Zeit, Ausgabe 1962, S. 166).

Eröffnungsrede der BUCH WIEN 18 von Svenja Flaßpöhler

Menschliches Sein in der digitalen Welt?

Die Autorin des hier vorgestellten Beitrags, die Humabiologin und Neurowissenschaftlerin Prof’in Dr. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt (Universität Bielefeld) zeigt aus phylogenetischer Perspektive, dass der Mensch nicht für die digitale Welt geschaffen ist, oder anders formuliert: dass die Digitalisierung unseres lebens das eigentliche Menschsein – unser Gefühlsleben, unser Mitsein mit dem Anderen und vieles mehr – zerstört. Ein ebenso aufschlussreicher wie hinsichtlich der vor unseren Augen sich verändernden Welt beklemmender Text.

Teuchert