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Covid-19-Sterblichkeit in D nach Altersgruppen

Im Folgenden ein Vergleich der RKI-Mortalitätsdaten vom 1. Dezember 2020, 20. Januar 2021 und 23. März 2021. Es zeigt sich ein erschreckender Anstieg der Covid-19-Toten bei den unter 80-Jährigen auf mehr als 22 Tausend.

Die Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes zeigt eine Übersterblichkeit, die mit der Covid-Stzerblichkeit korreliert:

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

Zur Soziologie der Corona-Pandemie und des Protests gegen die Corona-Politik (Studien von Oliver Nachtwey)

Oliver Nachtwey, Univ. Basel, gab der SZ ein bemerkenswertes Interview, in dem er den Klassencharakter der Corona-Pandemie hervorhob. Seine Beobachtung: „Die Risiken sind dramatisch ungleich verteilt.“ Die Arbeitsgruppe um Nachtwey erforscht auch die politischen Orientierungen der Protestbewegungen, die sich gegen die regierungsoffizielle Corona-Politik formiert haben. Die Beobachtung hierzu: Viele der „Protestler“ kommen aus dem grün-alternativen Milieu, wenden sich aber nunmehr rechtem Gedankengut zu.

Interview v. 10.03.2021:

Basler Studie:

file:///D:/Temp/Politische%20Soziologie_Coronaproteste_Uni_Basel_22_12_20.pdf

Neue gesundheitswissenschaftliche Studien zu Covid-19

Eine kalifornische epidemiologische Studie zeigt, dass die Sterblichkeit der erwerbsfähigen Bevölkerung (Menschen zwischen 18 und 65 Jahren) während der ersten Covid-19-Welle im Vergleich zu den Vorjahren um 22 % erhöht war. In absoluten Zahlen: In Kalifornien (40 Millionen Einwohner) sind bis Oktober 2020 mehr als 10.000 Menschen unter 65 Jahren an oder wegen Covid-19 gestorben. Besonders betroffen waren Schwarze und Lations. Eine erschreckende Zahl. Diese Zahl liegt erheblich über den behördlich gemeldeten Zahlen. Es zeigt sich hier ein hohes Ausmaß der Dunkelziffer.

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.01.21.21250266v1.full

Im deutschen Covid-19-Public-Health-Kompetenznetzwerk sind viele Überblicksarbeiten erschienen. Hier wird auf eine Arbeit zur Problematik der Situation in Altenpflegeheimen und auf eine Arbeit zur Problematik des Maske-Tragens (d.h. der magelnden Evidenz hinsichtlich der Schutzwirkung) hingewiesen.

https://www.public-health-covid19.de/images/2020/Ergebnisse/Hindergrundpapier_Heime_SozialeKontakte_201215_final.pdf

https://www.public-health-covid19.de/images/2020/Ergebnisse/Gesichtsmasken_Kompetenznetz_Policy_Brief_V02_22122020_HZ.pdf

Pflegearbeit unter Coronabedingungen

Wolfgang Hien und Hubertus von Schwarzkopf haben im Sommer 2020 eine qualitative Erhebung bei Pflegekräften im Krankenhaus und in der Altenpflege durchgeführt.
Hier die Ergebnisse:

Langfassung

Kurzfassung in der Zeitschrift Lunapark21

Artikel in der Fachzeitschrift „sicher ist sicher“

Uns erreichte ein Bericht aus der Arbeitswelt eines Physiotherapeuten, der überwiegend mit alten Menschen arbeitet. Der Bericht ist sehr eindrücklich und sollte uns zum Denken und Handeln anregen:

Die ökosozialistische Alternative

Noch einmal zu den Zoonosen, der industriellen Landwirtschaft und unserem gestörten Mensch-Tier-Verhältnis: Die SOZ (= Sizialistische Zeitung (Ausgabe April 2021) bringt einen wichtigen Artikel hierzu von Marius Gilbert, Eoidemiologe an der Freien Universität Brüssel.

Die globale Marktwirtschaft wird es nicht richten. Sie erweist sich unfähig, den Klimawandel aufzuhalten, unfähig, die Umweltzerstörung und das Artensterben aufzuhalten, unfähig, das Mensch-Tier-Verhältnis auf eine ethische Grundlage zu stellen, unfähig, Vorsorge und Fürsorge bei Pandemien sicherzustellen, unfähig, eine für die Lebensbedingungen und die Gesundheit aller Menschen auf diesem Planeten gute Perspektive zu entwickeln. Die Alternative kann gleichwohl nicht im Staatskapiatlismus chinesischer Prägung und schon gar nicht in einer Rückkehr zu einem Gesellschaftsmodell stalinistischer Prägung liegen. Die Alternative ist ein basisdemokratisch aufgebautes ökosozialsitisches Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das die globale Perspektive im Blick hat. Zu empfehlen ist die Lektüre der „Internationale“, einer Zeitschrift der auf die Initiative Leo Trotzkis zurückgehenden Vierten Internationale. In der Frühjahrsausgabe 2021 schreibt der brasilianisch-französische Philosoph Michael Löwy (der die Walter-Bejanmin-Gastprofessur in Kassel innehatte und dessen Studien zu deutschen Denkern der Utopie wärmstens zu empfehlen sind) einen Überblicksartikel zur ökosozialistischen Perspektive. Ebenso empfehlenswert die Artikel des Salzburger Sozialgeographen Christian Zeller.

Michael Löwy über Ökosozialismus

Christian Zellers Kritik des Green New Deal

Weitere Artikel zur Konversion der Industrie

Link zur Plattform Ökosozialismus:

<a href=“http://oekosozialismus.net/oekosozialistische-erklaerung/“>http://oekosozialismus.net/oekosozialistische-erklaerung/</a>