Aufsätze zur gesellschaftlichen Situation

Nicht erst seit Chile 1973 wissen wir von der engen Verwanstschaft zwischen (Neo-)Liberalismus und Faschismus. Daran erinnert die US-amerikanische Politologin und Philosophin Nancy Fracer, Hannah Arendt folgend, die schon in den 1940er Jahren die Allianz zwischen der „guten Gesellschaft“ (sie meinte z.B. Krupp und Thyssen) und der „Unterwekt des Mob“ beschrieb, in ihrem Kommentar zur Neuen Rechten. Ihre These: „Der Liberalismus ist ein Komplize des Faschismus.“

Fracer

Der Psychologe Götz Eisenberg beschreibt aus der Perspektive der Kritischen Theorie die Entwicklung von Rohheit, Rücksichtslosigkeit und Vandalismus auf der Basis des „totalen“ globalisierten Kapitalismus und der „totalen“ Vermarktlichung allen Lebens. Ein schwer verdaulicher, doch wichtiger Artikel (erschienen in der Tageszeitung „Jungen Welt“). Eisenberg folgt Max Horkheimer darin, ein „theoretischer Pessimist und zugleich ein politischer Optimist“ zu sein.

Eisenberg

Die Publizistin Mely Kiyak setzt sich mit dem Zusammenhang von Klimakatastrophe, golalen Unternehmen und Konsumverhalten auseinander. Sie stellt fest, dass pseudopolitische Aktionen wie z.B. Appelle an ein anderes Konsumverhalten, nichts an der Gesamtsituatiuon ändern können. Sie plädiert für deutlich strengere Regulation, und das heißt: für mehr Verbote. Im Grund ist Keliyks Plädoyer eines für einen globalen freiheitlichen uns sozialen Rechtsstaat.

Kiyak