Welche Aufgaben hat sich der Verein gestellt?

1) Bibliothek: Teilung der Räumlichkeiten mit dem Forschungsbüro für Arbeit, Gesundheit und Biographie sowie Pflege der dort vorhandenen  Bibliothek zu Sozialforschung, Arbeits- und Sozial­medizin, Leib-Philosophie, Theologie u.a. sowie die Unterstützung von Studierenden bei Haus- und Abschlussarbeiten.

2) Historische Forschung: Ausgewertet wird eine große Sammlung von Arbeiterliteratur, Biographien, Befragungen und Transkripten qualitativ-biographischen Interviews mit Industrie-arbeiter/innen, Techniker/innen, Pflegekräften und Menschen aus weiteren Berufen unter dem Blickwinkel „Körper und Arbeit“.

3) Philosophischer Salon zur Rezeption neuerer kritischer Philo­so­phie (Judith Butler, Emmanuel Levinas, Jean-Luc Nancy u.a.).  Es gibt einen Salon in Bremen, der sich i.d.R. einmal im Quartal trifft, und einen Salon in Ludwigshafen, der sich zweimal im Jahr trifft. Interessierte melden sich bitte über das Kontaktformular.

4) Gesundheitswissenschaftliches Symposium im Jahr 2015, kombiniert mit einer öffent­lichen Veranstaltung: Erforschung und Regulation arbeits- und umwelt­bedingter Gesundheitsrisiken – Aspekte auf erkenntnis­theoretischer, methodenkritischer und ethischer Ebene (Inputs aus dem Kreis der Mitglieder).

5) Symposium zur Arbeitsgeschichte im Jahr 2016: Körper / Leib, Arbeit / Nichtarbeit, Identität / Nichtidentität – Aspekte einer kritische Arbeits-, Körper- und Mentalitäts-Geschichte Deutschlands und Österreichs von der Hochindustrialisierung bis zur Gegenwart (Forschungsergebnisse von Wolfgang Hien).

6) Symposium „Lebenswissenschaft“ im Jahr 2017 zu Stand und Perspektiven der naturwissenschaftlich dominierten „Lebenswissenschaften“, der literatur- und kulturwissenschaftlich orientierten Lebenswissenschaften und des Versuchs einer multidisziplinären Sicht des Lebens.

Weitere vorgeschlagene Themen, die sowohl im Philosophischen Salon als auch in einem Symposium aufgegriffen werden können:

  • Der Leibkörper in Medizin und Pflege – und seine Bedrohung durch die Ökonomisierung des Gesundheitswesens.
  • Natur- und Geisteswissenschaft: Gehirnforschung, Genetik, Epigenetik und Subjektivität / Leiblichkeit.
  • Freiheit und Gleichheit: Spinoza, Rousseau, Marx, Negri u.a. – neuere Entwicklungen in der politischen Philosophie.