Archiv der Kategorie: Leben-oe

Menschliches Sein in der digitalen Welt?

Die Autorin des hier vorgestellten Beitrags, die Humabiologin und Neurowissenschaftlerin Prof’in Dr. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt (Universität Bielefeld) zeigt aus phylogenetischer Perspektive, dass der Mensch nicht für die digitale Welt geschaffen ist, oder anders formuliert: dass die Digitalisierung unseres lebens das eigentliche Menschsein – unser Gefühlsleben, unser Mitsein mit dem Anderen und vieles mehr – zerstört. Ein ebenso aufschlussreicher wie hinsichtlich der vor unseren Augen sich verändernden Welt beklemmender Text.

Teuchert

 

Leiblichkeit – eine ebenso elementare wie schwierige Kategorie einer kritischen Theorie des Subjekts

Leiblichkeit als Kategorie in die philosophische, soziologische und politische Diskussion aufzunehmen, bedeutet, den Menschen nicht nur als animal rationale, sondern auch als animal emotionale, mehr noch: als widersprüchlichen, verletzlichen und bedürftigen Menschen zu sehen – voller Ängste, Agressionen und Sehnsüchte. Ernst Bloch weißt in seiner „Erbschaft dieser Zeit“ darauf hin, dass es der Linken offenbar nicht gelingt, diesen realen Menschen in seiner widersprüchlichen Gesamtheit anzusprechen. Diese Kritik gilt leider auch heute noch. Der folgende Text bringt einige Ideen, an welcher Stelle und wie wir unsere Sichtweise vielleicht weiterentwickeln können. Doch bleibt der Text notwendigerweise noch fragmentarisch – ich sehe ihn als Vorlage für eine längerfristige Diskussion in unserem Verein.

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