Archiv der Kategorie: Leben-oe

Mobilfunk und Ethik

Prof. Werner Thiede, ein protestantischer Theologe, hat in der letzten Ausgabe der Zeitschrit Umwelt-Medizin-Gesellschaft (UMG) einen ganz bemerkenswerten Beitrag zu den Gefahren des gepnaten 5G-Netzes veröffentlicht – ein Beitrag, dem unbedingt weite Verbreitung zu wünschen ist. Wir alle sind der Zeitschrift UMG zu großem Dank verpflichtet!

mobilfunk

Geschichte der Linken nach 1945

Ein hoch interessanter Beitrag, vor allem was die Geschichte der SPD anbelangt. Sebastian Haffner hat hisichtlich der Novemberrevolution plausibel herausgearbeitet, dass die SPD schon mit ihrer Kriegs-Zustimmung, dann aber insbesondere mit ihrer Burgfriedenspolitik und ihrer Verbandelung mit dem Großkapital, einen Verrat an ihrer eigenen Basis begangen hat. Edgar Weick zeigt in seinem Beitrag zur Geschichte nach 1945, dass mit dem Godesberger Programm die SPD erneut einen Verrat sui generis begangen hat, nämlich einen an ihrer eigenen Tradition und den originären sozialdemokratischen Ideen.

Edgar Weick – Das Neue an der Neuen Linken

Menschliches Sein in der digitalen Welt?

Die Autorin des hier vorgestellten Beitrags, die Humabiologin und Neurowissenschaftlerin Prof’in Dr. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt (Universität Bielefeld) zeigt aus phylogenetischer Perspektive, dass der Mensch nicht für die digitale Welt geschaffen ist, oder anders formuliert: dass die Digitalisierung unseres lebens das eigentliche Menschsein – unser Gefühlsleben, unser Mitsein mit dem Anderen und vieles mehr – zerstört. Ein ebenso aufschlussreicher wie hinsichtlich der vor unseren Augen sich verändernden Welt beklemmender Text.

Teuchert

 

„Wenn die Utopie explodiert“ – ein Beitrag von Slavoj Zizek

Zizeks Beitrag in der ZEIT zur Flüchtlingsfrage ist einigermaßen provokant. Er hält die Art und Weise einer Willkommenskultur, wie sie sich die Linksliberalen wünschen, für falsch. Er meint, wenn wir alle, die zu uns wollen – und das sind ja letzlich Milliarden von Menschen – aufnehmen, ist kein einziges Problem gelöst. Er plädiert für ein globales Umdenken, also auch ein Umdenken der Menschen im nahen Osten, in Afrika usw., und zwar in Richtung einer globalen Veränderung der Ökonomie. Der letzte Satz seines Essays ist komplett existenzialistisch: Wenn wir als Menschen diese globale Veränderung nicht schaffen, „sind wir wirklich verloren – und wir verdienen es, verloren zu sein“. Das gibt viel Stoff für unsere Diskussion! Dank an Axel, der uns auf diesen Artikel hingewiesen hat!

http://www.zeit.de/2015/37/fluechtlinge-utopie-kapitalismus-weltwirtschaft