Archiv der Kategorie: Gesundheitswissenschaft-oe

Covid-19-Sterblichkeit in D nach Altersgruppen

Im Folgenden ein Vergleich der RKI-Mortalitätsdaten vom 1. Dezember 2020, 20. Januar 2021 und 23. März 2021. Es zeigt sich ein erschreckender Anstieg der Covid-19-Toten bei den unter 80-Jährigen auf mehr als 22 Tausend.

Die Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes zeigt eine Übersterblichkeit, die mit der Covid-Stzerblichkeit korreliert:

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

Neue gesundheitswissenschaftliche Studien zu Covid-19

Eine kalifornische epidemiologische Studie zeigt, dass die Sterblichkeit der erwerbsfähigen Bevölkerung (Menschen zwischen 18 und 65 Jahren) während der ersten Covid-19-Welle im Vergleich zu den Vorjahren um 22 % erhöht war. In absoluten Zahlen: In Kalifornien (40 Millionen Einwohner) sind bis Oktober 2020 mehr als 10.000 Menschen unter 65 Jahren an oder wegen Covid-19 gestorben. Besonders betroffen waren Schwarze und Lations. Eine erschreckende Zahl. Diese Zahl liegt erheblich über den behördlich gemeldeten Zahlen. Es zeigt sich hier ein hohes Ausmaß der Dunkelziffer.

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.01.21.21250266v1.full

Im deutschen Covid-19-Public-Health-Kompetenznetzwerk sind viele Überblicksarbeiten erschienen. Hier wird auf eine Arbeit zur Problematik der Situation in Altenpflegeheimen und auf eine Arbeit zur Problematik des Maske-Tragens (d.h. der magelnden Evidenz hinsichtlich der Schutzwirkung) hingewiesen.

https://www.public-health-covid19.de/images/2020/Ergebnisse/Hindergrundpapier_Heime_SozialeKontakte_201215_final.pdf

https://www.public-health-covid19.de/images/2020/Ergebnisse/Gesichtsmasken_Kompetenznetz_Policy_Brief_V02_22122020_HZ.pdf

Dieselmotoremissionen (DME) und die Rolle der deutschen Arbeitsmedizin

Führende Vertreter der deutschen Arbeitsmedizin leugen die gesundheitliche Schädlichkeit der DME im unteren Dosisbereich, obwohl die internationale Studienlage erdrückende Beweise für chronische Schäden einschließlich krebserzeugender Wirkungen auch in den unteren Konzentrationen hat, die uns täglich belasten. Es zeigt sich erneut ein enger Konnex zwischen Großindustrie und Arbeitsmedizin.

Diesel-ganz

Die Nicht-Anerkennung umweltbedingter Erkrankungen

Ein grundlegender Artikel von Kathrin Otte, Vorsitzende des Gemeinnützigen Netzwerkes für Umweltkranke e.V. Trotz vielfacher wissenschaftlicher Evidenz leugnet die deutsche Politik und das deutsche Medizinsystem hartnäckig die Existenz umweltbedingter Erklrankungen – ein Problem oder auch ein skandalöser Zustand, den Otte als Systemfehler bezeichnet. Sehr lesenswert!

Warum bei der Nicht-Anerkennung der Umwelt-assoziierten Erkrankungen ein Systemfehler vorliegt_Otte

Bericht über drei an Berufskrebs erkrankte Gießereiarbeiter

Dieser aufrührende Bericht von Prof. Dr. Frentzel-Beyme offenbart dreierlei:
– dass es in Arbeitwelt und Umwelt nach wie vor massive Gesundheitsrisiken gibt, hier am
Beispiel des Seveso-Dioxin und verwander Stoffe, und
– hierdurch erworbene Gesundheitsschäden und auch der frühe Tod Hochbelasteter nicht
nur von unserer Gesellschaft in Kauf genommen wird, sondern auch noch
– durch Berufsgenossenschaften und die ihr hörigen Arbeitsmediziner legitimiert wird.
Insbesondere die Haltung medizinischer Gutachter, die sich ihre Unkenntnis und ihr Uninteressiertsein am Schicksal todkranker Menschen auch noch gut bezahlen lassen, ist mehr als beschämend.

FB-2018

Paradoxien der betrieblichen Gesundheitspolitik

Der folgende Text befasst sich mit der grundsätzlichen Frage, ob „Gesundheit“ – auch und gerade in der Sphäre der Arbeitswelt – nicht zu einem Fetisch wird. Wandelt sich die Gesundheitsförderung zu einer Pflicht für Gesundheit, d.h. einer Pflicht für absolute Leistungsfähigkeit auch unter objektiv gesundheitsschädlichen Bedingungen?

http://www.wolfgang-hien.de/downloads/Paradoxien-2015.pdf